Konstituierende Sitzung des Gemeindeparlaments Driedorf
(Afd-Fraktion-Driedorf auf Facebook)
Am Abend des 14.04.2026 wurde in der Gemeinde Driedorf die konstituierende Sitzung des Gemeindeparlaments einberufen und pünktlich um 19:00 Uhr durch den Bürgermeister eröffnet.
Für die Legislaturperiode 2026–2031 setzt sich ein neues Parlament zusammen, in dem zahlreiche Positionen, Ämter und Ausschüsse durch Wahlen zu besetzen sind.
Die AfD-Fraktion Driedorf ist erstmals in diesem Gremium vertreten. Mit vier Mandatsträgern betreten wir als neue politische Kraft die kommunale Bühne.
Nach Abschluss der formalen Punkte begann die eigentliche Arbeit – und damit auch die entscheidende Frage:
Wie wird mit der AfD umgegangen?
Wird im Sinne der Bürger von Driedorf sachlich zusammengearbeitet – oder setzt sich auch auf kommunaler Ebene die aus der Bundespolitik bekannte „Brandmauer“ durch?
Wir geben offen zu: Dieser Moment war für uns richtungsweisend.
Es ging um mehr als Posten. Es ging um Haltung, Respekt und gelebte Demokratie vor Ort.
Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten.
Bereits beim ersten Wahlvorgang zeigte sich deutlich, wohin die Reise gehen sollte:
CDU, SPD, FWG und FBL traten geschlossen mit einem gemeinsamen Wahlvorschlag an.
Was hier sichtbar wurde, war kein offener Wettbewerb der besten Ideen oder Kandidaten, sondern ein im Vorfeld abgestimmtes Vorgehen – unter bewusstem Ausschluss der AfD.
Für uns war klar: Das können und werden wir nicht unwidersprochen hinnehmen.
Unser Fraktionsvorsitzender Karlheinz Bellinghausen machte diese Kritik direkt vom Sitzplatz aus über das Mikrofon für alle Anwesenden unmissverständlich deutlich. Die Reaktionen darauf folgten prompt:
• Der Fraktionsvorsitzende der FWG machte deutlich, dass die AfD zunächst abwarten solle. Man werde im weiteren Verlauf sehen, welche Positionen und Posten der AfD von den anderen Parteien „zugedacht“ werden.
• Der Fraktionsvorsitzende der SPD erklärte, dass sich die übrigen Parteien im Vorfeld abgestimmt hätten und die AfD ebenfalls die Möglichkeit gehabt hätte, aktiv auf die anderen zuzugehen.
Diese Darstellung weisen wir entschieden zurück.
Wer im Vorfeld gezielt nur untereinander Gespräche führt und anschließend erklärt, jeder hätte ja teilnehmen können, liefert aus unserer Sicht nichts anderes als eine nachträgliche Rechtfertigung.
Ein ehrlicher, demokratischer Umgang hätte bedeutet, alle gewählten Kräfte aktiv einzubeziehen – nicht, sie bewusst außen vor zu lassen.
Wir empfinden dieses Verhalten als heuchlerisch und demokratisch fragwürdig.
Denn eines darf nicht vergessen werden:
Rund jeder vierte Wähler in Driedorf hat mit seiner Stimme dafür gesorgt, dass die AfD in dieses Parlament eingezogen ist.
Diese Stimmen stehen für Menschen aus unserer Mitte – Nachbarn, Vereinsmitglieder, Handwerker, Unternehmer und Familien.
Wer die AfD ausgrenzt, grenzt damit auch diese Bürger aus.
Hinzu kommt:
Wir sind mit lediglich sechs Kandidaten angetreten. Nicht etwa aus mangelndem Interesse, sondern weil viele potenzielle Unterstützer aus Sorge vor beruflichen oder gesellschaftlichen Nachteilen von einer Kandidatur Abstand genommen haben.
Das ist eine Realität, die klar benannt werden muss.
Unter fairen und offenen Bedingungen wäre ein deutlich stärkeres Ergebnis möglich gewesen.
Die Ergebnisse der parallel stattfindenden Kreistagswahl – bei der die AfD in Driedorf auf rund 26 % kam – unterstreichen dieses Bild zusätzlich.
Unser Fazit:
Was wir in dieser Sitzung erlebt haben, war kein guter Start in eine neue Legislaturperiode.
Aber es hat uns in einem Punkt bestärkt:
👉 Wir werden unsere Rolle als gewählte Vertreter ernst nehmen.
👉 Wir werden Missstände klar benennen.
👉 Und wir werden uns nicht an den Rand drängen lassen.
Für Demokratie. Für Fairness. Für Driedorf.

